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Der Erzschacht in Marl

Etwa 1925 entdeckte man auf Auguste Victoria, im Südwesten der Schächte 4 und 5, ein Blei-, Zink- und Erzlager. Daraufhin wurde 1926 ein Schacht in 806 Meter Teufe angelegt. In den Jahren ab 1936 wurden dort 5 Millionen Tonnen Roherz, Zink und Silber gefördert. Wegen Verfall der Roherzpreise erfolgte 1962 die Stilllegung. 1999 wurde der Schacht verfüllt. Heute sind der Förderturm und das Maschinenhaus als Industriedenkmal und Wahrzeichen von Marl-Drewer erhalten.

Der Förderturm ist das erste ummantelte Gerüst der Bauart Koepe. Im Maschinenhaus befindet sich die Fördermaschine mit Hilfsaggregaten. Die Verbindung zwischen Förderturm und Maschinenhaus bildet ein 250 Meter langes und fast 2 Tonnen schweres Stahlseil, das im Herbst 2001 ausgetauscht wurde. Es sollte der stillgelegten Anlage ein " lebendiges" Aussehen verleihen. Im Sommer 2003 wurde der Förderturm in die Liste der Industriedenkmäler aufgenommen. Für den Erhalt der Anlage hat sich u.a. der Heimatverein Marl eingesetzt.

Erzschacht Historisch

Im April 2003 wurde schließlich ein Pachtvertrag über die Immobilie und das Grundstück zwischen der Deutschen Steinkohle und dem Heimatverein Marl abgeschlossen.  Die "Erzschachtfreunde", eine Untergruppe des Heimatvereins Marl, haben im Maschinenhaus ein Museum eingerichtet. Im Museum sind u.a. Bergmannsuniformen und eine Aufladestation für Grubenlampen (die zur Zeit noch im Keller des Heimatmuseums lagern) ausgestellt werden. Weiterhin sind Dichterlesungen und Führungen für Schulklassen und interessierte Gruppen vorgesehen. Auch die Anmietung der Halle für Feiern in einem außergewöhnlichem Ambiente ist möglich.

Quelle: Homepage Stadt Marl: Aus der Geschichte Marls


Kontakt

Horst Schmitz
Tel. 02365 37075

Termine und Führungen:

Wolf-Dieter Berg
Tel. 02365 26503


Adresse

Am Wetterschacht
45770 Marl


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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 05. April 2010 um 14:15 Uhr
 

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